Done and over with

Hallo meine Lieben,

geschafft, geschafft, geschafft. Juhu, juhu, juhu! It's over. Done. Finito. Vorbei. Das Examen liegt hinter mir. :D Bevor ich immer wieder gefragt werde, wie es war, quäle ich euch lieber in Form einer Sammelmail mit einer Berichterstattung. ;-)

Nachdem ich gestern noch vollkommen verzweifelt über meinen Büchern hing und mich selbst fertig gemacht hab, in der Befürchtung das Examen in den letzten Tagen zu locker genommen und deshalb zu wenig gelernt zu haben, saß ich heute dann doch sehr beruhigt über den Aufgaben. Ich lag doch richtig in der Annahme, dass man sich auf ein Sprachexamen eben nicht richtig vorbereiten kann, weil die Wörter und Texte eben doch immer anders sind. Aber: anders als angenommen, war das Gefragte im Bereich meines Könnens. Sooo schwer war es gar nicht. Ich musste zwar beim Schreiben ein wenig mit der Zeit kämpfen, aber im Großen und Ganzen war alles in Ordnung und lange kein Grund zum Verzweifeln. Wenn es trotzdem nicht zum Bestehen reicht, ist es halt so; ich bin gerad dennoch zufrieden mit mir.

Das Tollste ist aber echt: es ist vorbei, vorbei, vorbei. In den letzten Wochen wurde in der Schule nur noch von diesem Examen geredet und man ist immer mit einem schlechten Gewissen rumgelaufen wegen des zu wenigen Lernens und das kann ich nun endlich ablegen. Zwar muss ich mich noch auf das TOEFL-Examen vorbereiten, aber das soll ja einfacher sein. Also, wird schon werden.

Meine Freude und gute Laune hält sich aber in Grenzen. Ich saß von 9 Uhr bis 16 Uhr (mit Pausen) in einem fensterlosen Raum mit bestimmt 70 - 100 anderen Prüflingen und demnach tat mein Kopf hinterher sehr doll weh. Ich weiß natürlich nicht, ob es am Raum lag oder ob ich so viel Denken einfach nicht mehr gewohnt bin, aber es war wirklich schrecklich. Im Bus wurde mir dann auch noch unheimlich dolle schlecht. Und ich hatte heute Morgen in der U-Bahn über die Durchsage man solle immer Wasser mit sich tragen und anderen bewusstlosen Passagieren helfen und mit ihnen an der nächsten Station aussteigen geschmunzelt.... war aber gleichzeitig froh Wasser dabei zu haben, weil ich ja immer so ein Kandidat bin (hab mich sofort angesprochen gefühlt).

Jedenfalls saß ich dann im Bus und habe hin und her überlegt, ob ich entweder aussteigen und mich irgendwo auf eine Bank legen sollte, um die Füße hochzulegen oder ob ich jemanden Bescheid geben sollte, dass es mir nicht gut ging: so eine Angst hatte ich davor umzukippen. War voll furchtbar. Da mir aber schon der Gedanke daran zu peinlich war, bin ich in der Hoffnung es schon durchzuhalten sitzen geblieben. So lang kam mir die Busfahrt noch nie vor. Zuhause bin ich dann auch sofort ins Bett gefallen und fast eingeschlafen, musste dann bloß nach einer halben Stunde schon wieder los, um Cerys abzuholen.

Mit Cerys war es dann aber wieder sehr schön. Sie hat sich an mich gekuschelt und wir haben Kreuzworträtsel gemacht (schon wieder so viel Denken, auf Englisch sind die nicht immer leicht). Ich hab brav Knäckebrot (mit Butter und Marmelade) und Joghurt gegessen. Katherine kam schon wieder zu spät. Das Gute daran ist aber, dass ich dafür morgen frei hab. Und das kommt mir sehr gelegen. Normalerweise helfe ich ja freitags immer noch, auch wenn Katherine von Zuhause aus arbeitet. Morgen werde ich aber ausschlafen, weil ich das gerade bitter nötig hab.

Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Eure Maren

PS: Die deutschen Fußballspieler haben sich wohl meinem Wohlbefinden angepasst.... so ein Mist. (Alles nur meiner Schuld, ja klar. :P)

8.7.08 17:33

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