On Joe, on love and being who you are...

Meine lieben, liebsten, allerliebsten Menschen in Deutschland,

während ich dies schreibe, bin ich noch nicht ganz klar im Kopf. Alles ist noch leicht verschwommen. Auch mein Blickfeld. Meine Lippen und mein Mund fühlen sich trocken an. Mein Bauch tut weh und beschwert sich ab und an. Ich atme schwer und laut. Ich bin müde. Mir ist kalt.

Was ist los?

Joe. Joe ist nicht mehr. Nach dem Treffen letzte Woche, hatte ich mir für diese Woche vorgenommen eine Lösung zu finden, die Sache wahrscheinlich abzuschließen, dies zumindest anzusprechen, ein Ende vor den eigentlichen Anfang zu setzen. Klingt traurig. Und ist es auch.

Ich hatte einfach das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann. Das war nicht ich. Das war nicht mehr echt. Es war ein Versuch. Der Versuch etwas aufrecht zu erhalten, was nicht existent war. Ich glaube nicht, dass wir uns nicht gemocht haben. Ich glaube, dass wir uns zu sehr gemocht haben. Zu sehr, um das Spiel zu spielen, das wir spielten. Man konnte darüber nicht mehr cool hinrüber sehen. Man konnte sich nicht mehr in die Augen sehen. Man konnte sich kaum noch anfassen oder berühren. Ohne mehr zu spüren.

Plötzlich stand man da, zitternd in der Kälte. Und konnte sich keine Wärme mehr geben. Konnte den anderen nicht mehr umarmen und beschenken ohne zu denken, das sei schon okay.

Da war dann Angst. Und eine Blockade. Sich vielleicht lieben wollen, aber nicht dürfen. Doch nicht genug lieben, um den Schritt wirklich zu wagen. Nicht genug Herz, um den Kopf zu ertränken. Nicht genug Liebe um den Verstand zu vergessen.

Und dann die Frage - sehen wir uns trotzdem noch? Spielen wir weiter? Oder wagen wir ernst? Doch ist nicht das Spiel schon Wagen genug? Wagen zu viel?

Ein unsicheres "Nein". Wirklich unsicher, aber da. Nein - as in - wir sehen uns nicht mehr. Und dieses "Nein" fällt jetzt schon so schwer. Lässt Tränen fallen. Doch Tränen wollen wir nicht mehr.

Tränen sind jetzt noch ein langsamer Fluss. Aber was würden sie werden, wenn man sie aufschiebt. Sie nun verwischt. Ignoriert. Trocknet. Sich weiter trifft. Innerlich würden sie wachsen. Nur unterbewusst. Sie würden dann kommen - wenn "sich weitersehen" nicht mehr geht. Und dann wären sie ein Wasserfall.

Also lieber Aufhalten, was noch aufzuhalten ist? Weder spielen noch ernst werden lassen, was nicht ernst werden kann.

Ablenken. Nicht vergessen. Nicht vergessen, was nicht zu vergessen ist. In guter Erinnerung behalten. Als schöne Erfahrung abhaken. Sehr schöne, eigentlich. Zu schön, zu lieb, zu nett, zu klug, zu charmant - um weiter zu spielen. Und nicht ernst genug, um Liebe zu sein. Doch kein Zeichen von Reue. Zu schön, für das.

Geschrieben, geeinigt, beide traurig, beide unsicher. Aber eigentlich zuversichtlich - dass es besser ist.

Trauer - böse. Trauer - traurig. Trauer - schade. Trauer - schwer.

Doch: Trauer nicht weiter aufschieben können. Trauer nicht weiter aufschieben wollen. Trauer nicht verdrängen wollen. Keine Gedanken mehr haben wollen. Kein unwohles Gefühl mehr. Kein Vormachen. Kein Einreden. Kein Spiel, das Liebe ist.

Ein zu lieber Abschied. In Worten. Von ihm. Hätte er nicht einfach ein Arschloch sein können? So lässt er mich zweifeln - ob richtig oder nicht. Aber eigentlich, eigentlich geht es nicht mehr. Nochmal Reden? Vielleicht. Aber was gibt es viel zu sagen? Und macht es und das nicht unnötig schwer? Schwerer als es doch so schon ist.

Nun zurückblicken: lächeln. Nach vorne blicken: Tränen schlucken, doch weiter geht's...

In Gedanken (auch...) bei euch,

ich - Maren - ich.

3.2.08 22:25

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